Grundsätze der Unternehmensführung
EURid ist eine in Belgien eingetragene Non-Profit-Organisation, die als Mitgliederorganisation geführt wird. Unsere Satzung, die Articles of Association, legen die Organisationsregeln fest.
EURids Organisationsstruktur basiert grundsätzlich auf den Mitgliedern, die im Strategischen Komitee vertreten sind. Die Mitglieder wählen das Board of Directors, ein Aufsichtsorgan, das EURids Management-Team und das operative Geschäft beaufsichtigt.
Die Europäische Kommission hat 2003 EURid mit der Verwaltung der länderspezifischen Top-Level-Domain (TLD) .eu und den Varianten in anderen Schriften beauftragt, und den Auftrag 2013 bestätigt. Die Kernbereiche der Unternehmensführung und der Allgemeinen Regeln sind durch die EU-Gesetzgebung festgelegt (zuletzt Verordnung 2019/517), die von der Europäischen Kommission genau überwacht wird. Die Kommission hat in letzter Instanz die Befugnis, Prinzipien für die Umsetzung der .eu-TLD (einschließlich Registrierungsvoraussetzungen für .eu-Domains) für die Ernennung des Registers und für die Aufsicht des Registers zu bestimmen.
Mitgliedschaft
Jede gemeinnützige Organisation, deren Stakeholder paneuropäisch ausgerichtet sind und Interesse am Internet zeigen, kann Mitglied von EURid werden.
Heutige Mitglieder umfassen Euroconsumers, Business Europe, eCommerce Europe, SME united, Interactive Advertising Bureau, ECTA, der Council of European Professional Informatics Societies (CEPIS) und mehrere gemeinnützige europäische TLD-Register.
Alle Mitglieder bilden zusammen EURids Hauptversammlung, die General Assembly. Die General Assembly übt die gewöhnlichen Befugnisse in der Unternehmensführung aus, einschließlich der Befugnis, Mitglieder des Board of Directors (inkl. dem Vorsitzenden und Vize-Vorsitzenden) und die Wirtschaftsprüfer zu ernennen und zu entlassen.
Das Board of Directors kann bis zu drei unabhängige Mitglieder ernennen.
Board of Directors
Das Board of Directors trägt als oberstes Organ die letztendliche rechtliche Verantwortung für EURid und besteht aus mindestens drei Board-Mitgliedern und höchstens sieben Board-Mitgliedern. Dem Board dürfen höchstens zwei unabhängige Mitglieder beitreten.
Der Vorsitzende und der Vize-Vorsitzende werden aus den Board-Mitgliedern erwählt.
EURids General Manager ist selbst kein Board-Mitglied, nimmt aber an den Treffen des Boards teil, gegebenenfalls auch mit weiteren Mitgliedern des Managementteams.
Die Board-Mitglieder werden aus EURids Mitgliedern gewählt. Jedes Mitglied kann einen Kandidaten aus der eigenen Organisation vorschlagen. Die Amtszeit eines Board-Mitglieds kann bis vier Jahre betragen und danach erneuert werden.
Das Board trifft sich mindestens vier Mal im Jahr und hat Regeln zu Interessenkonflikten, Grundsätzen der Unternehmensführung und Vertraulichkeit festgelegt.
Strategisches Komitee
Das Strategische Komitee besteht aus vielen unterschiedlichen Stakeholdern und berät das Board und das Managementteam in einer Reihe von strategischen Fragen bezüglich Verwaltung, Organisation und Administration der .eu-TLD, wie zum Beispiel Cybersecurity oder Datenschutz.
Darüber hinaus berät es auch über Regelwerk und die erfolgreiche Förderung der europäischen Werte. Das Strategische Komitee setzt sich aus dem Board, den Mitgliedern und unabhängigen Interessenvertretern zusammen. Das Strategische Komitee besteht aus einem Vertreter jedes Mitglieds und maximal drei unabhängigen Kandidaten. Board-Mitglieder werden automatisch Mitglieder des Strategischen Komitees.
Sandra Hoferichter ist Generalsekretärin des European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG), des europäischen Internet-Governance-Forums. Als Vorstandsmitglied von Medienstadt Leipzig e.V., einer gemeinnützigen Organisation in Deutschland, kam sie bereits 2006 mit Internet-Governance-Angelegenheiten in Berührung. Damals koordinierte sie unter anderem die European Summer School on Internet Governance (EuroSSIG), den ICANN-Studienkreis sowie Expertentagungen zum Internet of Things. Hoferichter absolvierte ihr Architekturstudium an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und war von 1997 bis 2011 als selbstständige Architektin tätig.
Seit Oktober 2009 ist Pedro Oliveira bei BusinessEurope Direktor für Rechtsangelegenheiten. Neben der Leitung der Abteilung befasst er sich mit Verbraucherfragen, Zugang zur Justiz, Gesellschaftsrecht und Corporate Governance. Zurzeit leitet Pedro zudem ad interim das Internal Market Department bei BusinessEurope, das sich unter anderem mit Themen befasst, die von Digitaler Wirtschaft bis zu Verkehr und besserer Regulierung reichen. Er war Mitglied verschiedener Experten- und Interessengruppen der Europäischen Kommission, die sich mit Online-Streitbeilegungsverfahren, Europäischem Vertragsrecht und Vergleichstools beschäftigten. Bevor er zu BusinessEurope kam, arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Europakolleg in Brügge (Belgien). Pedro ist ein voll qualifizierter Anwalt, der drei Jahre lang für eine Anwaltskanzlei in Lissabon gearbeitet hat. Er hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Universidade Nova de Lisboa. Er hält auch zwei Masterabschlüsse: Bankrecht von der Universidade de Lisboa und Europäisches Recht von der ULB Brüssel. Pedros Muttersprache ist Portugiesisch. Er spricht zudem fließend Englisch, Niederländisch, Spanisch und Französisch.
Marko Bonac erhielt von der Universität Ljubljana einen Abschluss als Bachelor of Science in Mathematik (1981) und als Master in Computerwissenschaften (1988). Von 1981 bis 1992 war er Wissenschaftler und Projektleiter auf dem Gebiet Computernetzwerke. Seit 1992 ist er Geschäftsführer von ARNES, dem Academic and Research Network of Slovenia, das gleichzeitig das Register der slowenischen Domäne oberster Stufe .si bildet.
Luc Hendrickx ist seit dem Jahr 2000 Direktor der Abteilung Unternehmenspolitik und Externe Beziehungen bei SME United, einem Dachverband, der auf europäischer Ebene die Interessen des Handwerks sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der EU vertritt. Er ist verantwortlich für die KMU-Politik, bessere Regulierung, Rechtsbeziehungen, Binnenmarktangelegenheiten, ICT-verwandte Themen, Buchhaltung, Einzelhandel, Tourismus, Handel und unternehmerische Sozialverantwortung. Zuvor war er Mitglied des Kabinetts des flämischen Ministeriums für Umwelt und Beschäftigung. In den Jahren 1992 und 1998 war er Professor an der „Vlaamse Economische Hogeschool Brussel" (VLEKHO) in Brüssel. Er begann seine Karriere im Jahr 1986 als Verkäufer in dem „Do-it-yourself“-Geschäft seiner Schwester, bevor er 1989 UNIZO, einer belgischen KMU-Organisation, als Rechtsberater beitrat. Luc Hendrickx hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der katholischen Universität in Leuven, ein Diplom vom Institut „Européen des Hautes Etudes Internationales" in Nizza und einen Masterabschluss in Europäische Studien von der Universität Autònoma de Barcelona.
Marco Conti ist Direktor des im italienischen Nationalen Forschungsrat CNR angesiedelten „Institute of Informatics and Telematics“ (IIT) sowie Vorsitzender der Registry für .it. Er war wissenschaftlicher Berater des CNR im ICT-Bereich und Leiter der Abteilung „Engineering, ICT and Technologies for Energy and Transport”, der größten Abteilung des CNR mit mehr als 900 Forschern. Marco veröffentlichte mehr als 400 wissenschaftliche Artikel und fünf Bücher über Themen wie Computernetzwerke, Internet der neuen Generation, soziale Netzwerke und Pervasive Systeme. Im November 2017 wurde er von der wissenschaftlichen Datenbank Web of Science in die „2017 Highly Cited Researchers"-Liste als einer der am meisten zitierten Computerwissenschaftler 2017 aufgenommen.
Marie-Emmanuelle Haas ist eine in Paris zugelassene französische Anwältin, die Erfolge und Erfahrungen im Bereich der Rechte des geistigen Eigentums und Internetangelegenheiten aufzeigen kann. Bis Mitte 2016 war sie Vorsitzende des Internet-Ausschusses von ECTA. Darüber hinaus vertrat sie ECTA auch als Mitglied in der IPG (Intellectual Property Constituency) in ICANN’s Generic Names Supporting Organization. Sie ist als Schiedsrichterin in Domainstreitigkeiten am WIPO Arbitration and Mediation Centre, am Tschechischen Schiedsgericht, am Asian Domain Name Dispute Resolution Centre und am National Arbitration Forum tätig. Seit 2004 unterrichtet sie außerdem Internetprozessrecht an der Universität von Paris I (Panthéon Sorbonne). Marie-Emmanuelle kann zahlreiche Veröffentlichungen in ihrem Namen vorweisen und spricht regelmäßig auf Konferenzen über Rechte des geistigen Eigentums und das Internet.
Delia’s professional affiliations include the International Association for the Protection of Intellectual Property (AIPPI) and The European Communities Trade Mark Association (ECTA), where she is the Chair of the Internet Committee and a member of the Professional Affairs and Publications Committees, as well as the ECTA Council.
Pierre Verbaeten war bis Oktober 2010 Professor im Fachbereich Computerwissenschaften an der Katholischen Universität Leuven. Für mehr als 10 Jahre war er Vorsitzender dieser Abteilung, die mit mehr als 30 Professoren und 180 Wissenschaftlern die größte dieser Art in Belgien ist. Er leitete auch die aus mehr als 70 Wissenschaftlern bestehende Forschungsgruppe DistriNet, die Grundlagen und angewandte Forschung auf den Gebieten Computernetzwerke, Sicherheit, Middleware, Multi-Agenten-Systeme und Embedded Systems durchführt. Seit Dezember 2012 ist er Vorstandsmitglied im Kuratorium der Universität. 1989 wurde Pierre Verbaeten der erste Manager des .be-Registers, das am 1. Januar 2000 der Nonprofit-Organisation DNS Belgium übertragen wurde.
Marco Pierani ist ein PR-Spezialist in den Bereichen Telekommunikation, Internet und Fragen des geistigen Eigentums. Derzeit ist er verantwortlich für die öffentlichen Angelegenheiten und die Pressearbeit für den größten Verbraucherverband Europas, Euroconsumers. Nachdem er als Anwalt für Internetrecht, E-Commerce und Telekommunikation tätig war, wurde er Leiter der öffentlichen Angelegenheiten für Altroconsumo, eine in Mailand ansässige Verbraucherorganisation, wo er den Büros für externe und institutionelle Beziehungen vorstand. 2011 wurde er Vorstandsmitglied der Organisation. Marco verfügt über einen LL.M.-Abschluss für Europäisches Handelsrecht, mit einer Spezialisierung auf Länderübergreifendes Recht.
Austeja Trinkunaite ist Generalsekretärin von CEPIS, dem Rat der Europäischen Berufsinformatik-Gesellschaften, einer Non-Profit-Organisation, die nationale Verbände von IT-Fachkräften in 31 Ländern vertritt. Austeja koordiniert und unterstützt CEPIS-Arbeitsgruppen wie Frauen in Informations- und Kommunikationstechnik, Computer in Schulen und Rechts- und Sicherheitsfragen. Im Auftrag von CEPIS leitet Austeja das Netzwerk „IT Professionalism Europe” (ITPE), ein Netzwerk von Organisationen, das sich für die Förderung der IT-Kompetenzen in Europa einsetzen.
Zuvor arbeitete sie als „European Policy and Communication Manager” bei der „ECDL Foundation” und als Wissenschaftlerin am „Public Policy and Management Institute”. Sie arbeitete auch in der Großen Koalition für digitale Jobs bei der GD CNECT der Europäischen Kommission. Austeja hat einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft von der „Central European University” und einen Bachelor-Abschluss von der Universität Vilnius.
Luca Cassetti ist der Direktor der EU Public Affairs von Ecommerce Europe, dem europäischen Verband für den digitalen Handel. Mit Unterstützung des Public-Affairs-Teams ist er für die Überwachung der EU-Gesetzgebung und regulatorischer Angelegenheiten, die den E-Commerce-Sektor betreffen, verantwortlich. Er berät den Verband in Bezug auf politische Herausforderungen und handelt entsprechend auf EU-Ebene, in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Verbandes und dem Generalsekretär. Lucas Rolle besteht in der Entwicklung und Ausführung von Strategien für öffentliche Angelegenheiten, um die Ziele des Verbandes im Bereich der öffentlichen Politik in Bezug auf die EU zu erreichen. Luca spricht fließend Italienisch, Französisch und Englisch.
Greg Mroczkowski ist Public Policy Manager beim IAB Europe. Greg arbeitet an einer Reihe von Politik- und Public-Affairs-Dossiers, wie Online-Desinformation, Selbstregulierung der Werbung, Wert der datengesteuerten Werbung sowie Anzeigenblockierung, wo er mit der „Coalition for Better Ads” zusammenarbeitet. Greg hat zuvor mit der „European Advertising Standards Alliance” und der „Federation of European Direct and Interactive Marketing” in Brüssel sowie mit mehreren NGOs an Projekten rund um aktive Bürgerinitiativen gearbeitet.
Management Team
Das Managementteam von EURid besteht aus acht Managern, die von EURids Board of Directors geführt werden und die EURids Abteilungen Technik, Finanz, Recht und External Relations vorstehen.
Marc Van Wesemael war als Berater und Manager in den Bereichen Softwareentwicklung, Verkauf und Marketing in der Telekommunikations- und Softwarebranche tätig. Zehn Jahre lang war er Managing Director der gemeinnützigen Gesellschaft DNS Belgium, dem Register für .be. Er hat einen MBA der Lessius Management School (Antwerpen) in Zusammenarbeit mit der Northwestern University (USA) und einen Abschluss in Elektronik der Universität Gent.
Bevor er im April 2015 angefangen hat, bei EURid zu arbeiten, war Juan Carlos Munguia Coca bei unterschiedlichen KMUs und bei größeren Unternehmen, wie z.B. Serco Belgium und Carpenter Technology, als Finance Manager und Leiter der Buchhaltung tätig. Er hat ein Bachelor-Abschluss im Fachgebiet Rechnungswesen.
Giovanni Seppia war zuvor bei der ICANN als European Regional Liaison beschäftigt. Vor dieser Zeit war er General Manager bei CENTR. Außerdem war er Leiter für externe Beziehungen beim italienischen Register ITT CNR und verfügt über eine dreijährige Erfahrung, die er im Rahmen verschiedener Aufgaben bei der Europäischen Kommission erwarb.
Geo Van Langenhove kam im Januar 2011 als Leiter der Rechtsabteilung zu EURid. Zuvor war er für Unternehmen in verschiedenen Technologiebereichen tätig, beispielsweise Nuance Communications, EuroFiber und IMEC, wo er sich hauptsächlich mit geistigem Eigentum, Verträgen und Rechtsstreitigkeiten befasste. Er graduierte an den juristischen Fakultäten der Universitäten Brüssel und Leuven. Er hat außerdem den Grad eines Advanced Master in geistigen Eigentumsrechten der Universität Brüssel.
Els Verstappen war für verschiedene Aufgaben im Personalwesen beim Telekommunikationsunternehmen Scarlet zuständig, bevor sie zu EURid kam. Zuletzt war sie unter anderem als HR Business Advisor für die Personalunterstützung für Linienmanagement, Auswahl und Einstellung verantwortlich. Bevor sie bei Scarlet arbeitete, war sie bei KPN Belgium und einer europäischen Nichtregierungsorganisation tätig.
Bevor Dirk Jumpertz Manager für Sicherheitsfragen wurde, war er bei EURid für Operations und Systems Management zuständig. Zuvor arbeitete er im Bereich IT-Management und System Consulting für diverse Unternehmen wie u.a. Scarlet und Atos. Er hat einen Masterabschluss als Wirtschaftsingenieur der Universität West-Flandern.
Jordi Iparraguirre hat zuvor als General Manager der Nonprofit-Organisation gearbeitet, die für die Verwaltung der .cat-Domains zuständig ist (2006-2013). Davor war er in verschiedenen technischen und leitenden Funktionen bei Hewlett Packard aktiv. Er hat einen Masterabschluss in Informatik der „Universitat Autònoma de Barcelona“ und ein MBA der „ESADE Business School“.
Bevor Peter Janssen zu EURid kam, war er technischer Leiter des belgischen Registers .be. Er war zuständig für die Liberalisierung dieser Domain im Dezember 2000. Er hat einen Master der Universität Leuven in Informatik.
Registrar Advisory Board
Das Beiratsorgan ˶Registrar Advisory Board” berät EURid zu Geschäftsfragen und Themen, die von Belang für EURids Registrar-Community sind. Das Advisory Board besteht aus Vertretern von neun von EURid zugelassenen Registraren aus neun unterschiedlichen Ländern und trifft sich zweimal im Jahr.